Aktuelles aus der Ersten Hilfe oder Notfallmedizin
Rettungskarte für Hamburger Autofahrer
Die Feuerwehr und der ADAC Hansa rufen alle Hamburger Autofahrer dazu auf, ihre Wagen mit einer sogenannten Rettungskarte zu versehen. Dieser vereinfachte Konstruktionsplan ihres Autos soll es Rettungskräften erleichtern, Hilfe zu leisten. Moderne Autos werden zwar immer sicherer, doch ihre aufwendigen Karosserien und Ausstattungen machen es auch immer schwieriger, Verletzte aus ihrem Auto zu befreien, sollte es doch zu einem Unfall kommen.
Angefangen bei der Karosserieverstärkung, über doppelte Batterien bis hin zu Gasdruckdämpfern: Neuwagen sind längst hochgerüstete High-Tech-Mobile, ihre aufwendigen Konstruktionen sind von außen kaum zu durchschauen. Wo also die Rettungsschere oder -spreizer ansetzen, wenn ein Verletzter so schnell wie möglich aus einem Autowrack geschnitten werden muss?
Die Rettungskarten, die je nach Modell auf den Internetseiten des ADAC, aber auch beim jeweiligen Hersteller im PDF-Format heruntergeladen werden können, sollten in Farbe ausgedruckt und hinter der Sonnenblende des Fahrers hinterlegt werden. Wie Tests ergaben, ist dies der Ort, der bei einem Unfall in den meisten Fällen für die Rettungskräfte am leichtesten erreicht werden kann. Zusätzlich sollte an der Windschutzscheibe ein Aufkleber angebracht werden, der die Feuerwehr im Fall der Fälle darauf hinweist, dass eine Rettungskarte im Auto hinterlegt wurde, der beim ADAC erhältlich ist.
Wie viele Hamburger die Rettungskarte bereits in ihren Autos haben, ist nicht bekannt. Die entsprechende Internetseite des ADAC hätten bereits knapp 50.000 Menschen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sagte Sprecher Matthias Schmitting.
Artikel erschienen am 15.09.2010
(dfe)
Zum Auftreten von multiresistenten Erregern mit der Carbapenemase NDM-1 („Neu-Delhi Metallo-Beta-Laktamase")
In den letzten Jahren stehen Auftreten und Verbreitung von bakteriellen Infektionserregern, die gleich gegen mehrere Antibiotika resistent sind (Mehrfachresistenz), im Focus des öffentlichen Interesses. Dies betrifft insbesondere Erreger von Krankenhausinfektionen. Bisher waren es Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA), die vor allem für Ärzte in Krankenhäusern eine besondere Herausforderung darstellen. Weltweit kommen nun noch die sogenannten Gram-negativen Bakterien (benannt nach der Gram-Färbung im diagnostischen Labor) dazu, die eine Mehrfachresistenz entwickelt haben, u.a. auch gegen Beta-Laktam-Antibiotika der Carbapenem-Gruppe. Die Carbapeneme haben bisher auch dann gegen diese Erreger gewirkt, wenn alle anderen Präparate aus der therapeutisch wichtigen Gruppe der Beta-Laktame unwirksam waren.
Der Mechanismus, der diesem Resistenzphänomen zugrunde liegt, ist die Bildung eines Enzyms, das Carbapenem-Antibiotika zerstört (Carbapenemase). Gram-negative Bakterien erwerben diese Resistenz
durch Aufnahme zusätzlicher Gene, sog. Resistenzgene. Diese Gene sind auf übertragbaren genetischen Elementen lokalisiert, den Resistenzplasmiden, die zwischen den verschiedenen Gram-negativen
Bakterien übertragen werden können.
Das Auftreten von Gram-negativen Infektionserregern, die Carbapenemasen bilden, ist an sich nicht völlig neu. International waren davon verschiedene Länder in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.
In Deutschland ist die Carbapenemresistenz noch selten.
Gegenwärtig führen Berichte über das Auftreten von multiresistenten Erregern mit der Carbapenemase NDM-1 („Neu-Delhi Metallo-Beta-Laktamase") zu einem breiten Echo in den Medien. Die Erreger, die dieses Enzym bilden sind offensichtlich endemisch auf dem indischen Subkontinent. Wie aus Veröffentlichungen aus Großbritannien hervorgeht, wurden Erreger mit NDM-1 dort vor allem bei Patienten mit vorheriger ärztlicher Behandlung in Indien/Pakistan nachgewiesen.
In unserer Welt mit ausgeprägtem internationalen Tourismus, Handel und Wirtschaftsverflechtungen können sich, wie auch am Beispiel der neuen Grippe nachhaltig erlebt, Infektionserreger sehr
schnell über Kontinente hinweg ausbreiten. Auch in Deutschland haben wir erste, bisher einzelne Nachweise für NDM-1 bildende Bakterien. Hier ist darauf hinzuweisen, dass es, obgleich der
Multiresistenz der Erreger, in begrenztem Umfang noch therapeutische Alternativen gibt (z.B. die Antibiotika Tigezyklin und Colistin).
Das Robert Koch-Institut hat ein System zur Überwachung des Auftretens und der Verbreitung resistenter Infektionserreger aufgebaut (ARS, Antibiotikaresistenz Surveillance Deutschland; https://ars.rki.de), das im Sinne eines Frühwarnsystems neuartige Antibiotikaresistenzen erfasst. Davon ausgehend nehmen die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler am Robert Koch-Institut und am Nationalen Referenzzentrum für Gram-negative Krankenhauserreger an der Ruhr-Universität Bochum (http://memiserf.medmikro.ruhr-uni-bochum.de/nrz/index.html) weitere Analysen an den Bakterien vor.
Die weitere Verbreitung multiresistenter Erreger kann durch gezielte Maßnahmen der Krankenhaushygiene (www.rki.de > Infektionsschutz > Krankenhaushygiene)
und durch eine auf die lokale Resistenzsituation abgestimmte Antibiotikatherapie wirksam begrenzt und verhindert werden.
Stand: 12.08.2010
Quelle: RKI (rki.de)
AB 01.07.2009 NOTRUF NUR NOCH MIT SIM KARTE MÖGLICH !!
Damit soll der Missbrauch von Notrufnummern vermieden werden. Bisher konnten Notrufe auch mit abgelaufener oder gesperrter SIM-Karte oder sogar ganz ohne die Betriebskarte getätigt werden. Durch
die Änderung der Notrufverordnung ist es nun einfacher, die Daten der Anrufer zu ermitteln. Die Rufnummer kann jetzt nämlich von den Rettungsleitstellen auch dann gelesen werden, wenn der Anrufer die
Nummerübermittlung ausgeschalten hat.
Die Notrufnummer 112 kann europaweit kostenlos von Fest- und Mobiltelefonen angerufen werden. Die "112" verbindet den Anrufer sofort mit der nächstgelegenen Leitstelle von Polizei, Rettungsdienst
oder Feuerwehr.
Feuerwehr Hamburg will Ersthelfer stärken!
Feuerwehr stellt Konzept um: Missbrauch von Rettungswagen als Taxi soll eingedämmt werden
29 März, 2008
Hamburg - Mit einem neuen Konzept will die Feuerwehr jeden Hamburger zum Ersthelfer machen. Das Programm “Smap” steht für “standardisiertes medizinisches Abfrageprotokoll”. Damit sollen die Disponenten in der Notrufannahme den Anrufer so lange bei lebensrettenden Maßnahmen anleiten, bis Notarzt und Rettungssanitäter vor Ort sind. Nebenbei sollen dabei die Anrufer herausgefiltert werden, die die Rettungswagen als “billiges Taxi” missbrauchen.
In Hamburg wird der Rettungsdienst in erster Linie von der Feuerwehr gestellt und von deren Einsatzzentrale koordiniert. Er ist ausschließlich für Notfalleinsätze wie Unfälle oder plötzliche Erkrankungen vorgesehen. In anderen Fällen müssten Patienten auf Krankentransportdienste, ihren eigenen Wagen oder Taxen zurückgreifen.
182 886 Mal wurde im vergangenen Jahr der Rettungsdienst über die Einsatzzentrale der Hamburger Feuerwehr alarmiert. Ein normaler Krankentransport mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus wird den Kassen mit 275,50 Euro berechnet. So kommen Millionenbeträge zusammen. Den Kassen ist das zu viel. Sie fordern eine kritische Analyse der eingehenden Notrufe. Das ist nicht unberechtigt, wie Experten sagen. “Es gibt Leute, die uns als rotes, billiges Taxi benutzen wollen, weil sie ja selbst nicht für die Fahrt zahlen müssen”, sagt ein Feuerwehrmann. Tatsächlich hat die Feuerwehr Dauerpatienten, die sich bis zu zehn Mal im Monat von Rettungswagen fahren lassen.
Das Problem wurde bereits untersucht. Der “Rettungsdienst”, so ein Gutachten, sei eine “niederschwellig verfügbare Institution”. Im Klartext: Oft wird der Rettungswagen gerufen, weil sich jemand schlecht fühlt und keinen Ansprechpartner hat oder weil es einfach bequemer erscheint. Als Gründe werden in dem Gutachten unter anderem Alkohol- und Drogenmissbrauch, familiäre Konfliktsituationen, antisoziales Verhalten oder Verelendung aufgeführt. Dafür sind die Kassen angesichts der explodierenden Gesundheitskosten nicht bereit zu zahlen. Kosten für mehrere Tausend Rettungswagenfahrten, so eine interne Schätzung, könnten gespart werden.
Das könnte zum Problem für die Hamburger werden. Mit den für Rettungswageneinsätzen fälligen Gebühren werden nicht nur die Fahrt, sondern die gesamten Vorhaltekosten der Hamburger Rettungswagenflotte inklusive der “strategischen Reserve” bezahlt. Die Konsequenz: Gibt es weniger Einsätze, müssten die Gebühren steigen oder die Zahl der Rettungswagen abgebaut werden.
Diese Gefahr sieht die Feuerwehr noch nicht. Für sie ist das neue Abfragesystem eine Verbesserung. “Es geht den Disponenten darum herauszufinden, was für den Patienten das beste Rettungsmittel ist”, sagt Feuerwehrsprecher Peter Braun. In zwei bis drei Prozent der Fälle würden die Anrufer tatsächlich schon vom Disponenten begleitet und angeleitet. Am 9. Februar wurde beispielsweise am Rauschener Ring ein nicht mehr ansprechbarer 85-Jähriger nach einem Schlaganfall von seinem Nachbarn versorgt, der sich wiederum von dem Disponenten der Feuerwehr anweisen ließ. “Die Ärzte haben sich in der Klinik über die schnelle Erstversorgung lobend geäußert”, schrieb später der Nachbar an die Feuerwehr. Und weiter: “Vor allem war es eine große Hilfe, dass der Feuerwehrmann am Telefon genaue Anweisungen gab. So war ich sicher, nichts falsch zu machen.”
Anmerkung zu schlechen Erste Hilfe Kursen vom Spiegel:
Die Berufsgenossenschaft (BG) Glas und Keramik hat die Überprüfung und Zertifikation von Ausbildungsbetrieben übernommen.Eine BG Anerkennung ist natürlich
kein Garant für gute Ausbildung aber immerhin ein Indikator.
Hier können Sie eine Liste der Stellen sehen die eine BG-Zulassung besitzen: BITTE HIER
KLICKEN
Juni 2008
Warnung vor AED Geräten vom Typ Samaritan AED --- > Fehler in der Anwendung den Artikel von den Gesundheitsbehörden aus Österreich können sie unten als Pdf- Datei abrufen!
Bei diesem Gerätetyp sind Fehler aufgetreten---->
Diese Gerätetypen sind nicht betroffen!--------->
Warnung vor Heartsine_samaritan_aed.pdf
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